Der offene Kunstraum für Autisten lädt ein zum
Autistic Pride Day 4
vom 17. - 21. Juni 2026
Kult 41
Fabrik 45
Für Menschen aus dem Spektrum - Von Menschen aus dem Spektrum
Dieses Jahr unter dem Motto "Spezialinteressen"
Mi 17.06.26 – 17 Uhr
Vernissage: Eröffnung durch das Kuratoren Team
Fr 19.06.26 – 16 Uhr
Workshop: Yoga und Atemtherapie mit Rohan
Fr 19.06.26 – 17 Uhr
Vortrag: „Der inklusive Fußball, der Autismus und ich" von Lukas Maria Quinque
Sa 20.06.26 – 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr
Workshop: Speckstein mit Henry Hoster
So 21.06.26
Finissage
Vorträge: Kunst und Autismus von Heiko Powell
Spezialinteresse und 360°-Fotografie von Christian Linnert
18. – 21.06.26 – 11 – 20 Uhr
Tägliche Öffnung der Ausstellung
10:00 – 10:30 Uhr
Begrüßung und Vorstellung des Orga-Teams
10:30 – 11:00 Uhr
Vortrag von Frank Elias ↗ „Der offene Kunstraum für Autisten und die Bedeutung von Kunst"
11:00 – 11:30 Uhr
Vortrag von Katja Hageneier ↗ „Spezialinteressen: Warum sie keine Obsession sind, sondern eine Stärke"
11:30 – 12:00 Uhr
Lesung von Michaela Krause „Emilia Pinguina – Ein Kinderbuch"
12:00 – 12:30 Uhr
Vortrag von Julius Dippel ↗ „Spezialinteressen im schulischen und beruflichen Umfeld nutzen"
12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause
13:30 – 14:30 Uhr
Vortrag von Aleksander Knauerhase ↗ „Defizite? Autistische Stärken"
14:30 – 15:00 Uhr
Lesung von Gabriele Elsler ↗ „Himmelskante – Umgang mit Ängsten"
15:00 – 15:30 Uhr
Vortrag von Dieter Lee „Leben in Listen"
15:30 – 16:30 Uhr
Publikumsdiskussion „Spezialinteressen", Moderation: Christian Linnert ↗, Frank Elias ↗, Michaela Krause
16:30 – 17:30 Uhr
Live-Musik von Dusan Veprek ↗
17:30 – 18:00 Uhr
Verabschiedung
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Offener Kunstraum für Autisten im Kult 41
„Wir alle haben Stärken, haben unsere Schwächen. Ein Pinguin ist an Land unbeholfen, im Wasser ist er windschnittiger als ein Porsche... er ist in seinem Element. Menschen ändern sich nur selten komplett und grundsätzlich. Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe. Mach kleine Schritte und finde dein Wasser!"
Menschen im Autismus-Spektrum begegnen im Alltag häufig einer Welt, die wenig Rücksicht nimmt – auf individuelle Bedürfnisse, auf andere Formen der Wahrnehmung, auf eigene Rhythmen. Gleichzeitig fehlt es an offenen Räumen, in denen man einfach sein darf: ohne Druck, ohne Erwartungen, mit Raum für Kreativität, Begegnung und Entfaltung.

Der Offene Kunstraum für Autisten entstand nicht aus einem theoretischen Konzept, sondern aus einem ganz konkreten Bedarf. Frank Elias, seit vielen Jahren in der Autismus-Hilfe tätig (moveAUT Bonn), gründete das Projekt 2018 – aus Frust über die Realität vieler Hilfesuchender: monatelange Wartezeiten bei bestehenden Trägern, unbeantwortete Anfragen und ein Mangel an Angeboten, die wirklich erreichbar und lebensnah sind.
Was als ehrenamtliche Initiative begann, entwickelte sich rasch zu einem lebendigen, verlässlichen Raum für Begegnung, Ausdruck und Unterstützung. Dank kontinuierlichem Engagement und großem Zuspruch wurde aus einer Idee ein fester Ort im Leben vieler Menschen.
Der Kunstraum bietet vielfältige Möglichkeiten: Malen, Zeichnen, Linoldruck, Bildhauerei, Stricken, Nähen, Musik, Schreiben, Bewegungskünste und soziale Kunst durch Begegnungen. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Ausdruck, Verbindung und das Loslassen des Alltags.
Kunst kann ein Ventil sein – sie hilft, innere Spannungen abzubauen, Strukturen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entdecken. Niemand muss sich anmelden oder Materialien mitbringen. Wer möchte, schaut einfach spontan vorbei oder sieht sich erstmal ganz in Ruhe um.
Das Kult 41 ist ein alternatives Kulturzentrum mit Ausstellungen, Konzerten und offenen Räumen für kreative Initiativen. Bei gutem Wetter findet das Treffen oft auch im Innenhof statt. Ein alter Linienbus auf dem Gelände dient zusätzlich als Rückzugsort – ruhig, gemütlich, ganz ohne Reizüberflutung.
Willkommen sind alle: überwiegend finden sich Menschen aus dem autistischen Spektrum mit sogenannten leichten Ausprägungen ein. Doch genauso herzlich eingeladen sind Menschen mit anderen Diagnosen, ohne Diagnose, mit oder ohne Begleitung. Es geht nicht darum, wie jemand ist – sondern dass jemand da ist.
Einfach mutig sein – und vorbeikommen.
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